
Meditationen der Völva
„Unter den Wurzeln Yggdrasils“ ist meine erste Meditation und steht dir hier vollständig und kostenlos zur Verfügung.
Alle weiteren Meditationen entstehen als geführte Audio-Reisen. Mit Stimme, Atmosphäre und ausgewählten Klängen begleiten sie dich für einige Minuten aus dem Alltag und hinein in die Welt der Völva.
Jede Meditation wird von mir einzeln entwickelt und ausgearbeitet. Deshalb findest du die weiteren Reisen nicht als frei zugängliche Texte im Blog, sondern als exklusive Audio-Meditationen.
Nimm dir Zeit. Setz die Kopfhörer auf. Schließe die Augen.
Und dann beginnt deine Reise.
Es gibt Tage, an denen unsere Gedanken nicht stillstehen wollen. Wir sind überall gleichzeitig – bei dem, was gestern war, bei dem, was morgen sein könnte, und nur selten dort, wo wir eigentlich sind:
im Jetzt.
Diese Meditation lädt dich ein, für einige Minuten aus diesem Gedankenstrom herauszutreten und deinen eigenen Platz unter Yggdrasil zu finden.
In der nordischen Mythologie verbindet der Weltenbaum verschiedene Bereiche des Kosmos miteinander. Seine Wurzeln reichen tief, während seine Krone sich weit über die Welt erhebt.
Für diese Meditation nutzen wir Yggdrasil als Symbol für etwas sehr Einfaches: verwurzelt zu sein und trotzdem wachsen zu dürfen.
Du brauchst dafür keine Erfahrung mit Meditation und musst weder Runen kennen noch dich mit nordischer Mythologie auskennen. Suche dir lediglich einen Ort, an dem du für einige Minuten ungestört sein kannst.
Mach es dir bequem.
Und wenn du bereit bist, beginnt deine Reise.
Bevor du beginnst
Nimm dir für diese Meditation etwa zehn Minuten Zeit. Setze oder lege dich so hin, dass dein Körper bequem ruhen kann.
Wenn du möchtest, kannst du eine Kerze anzünden oder leise Naturgeräusche im Hintergrund laufen lassen. Du brauchst jedoch nichts davon.
Alles, was du für diese Reise brauchst, bringst du bereits mit: deinen Atem und deine Vorstellungskraft.
Eine geführte Meditation für Erdung, Ruhe und innere Kraft
Mach es dir bequem. Setze dich hin oder lege dich an einen Ort, an dem du für die nächsten Minuten einfach sein darfst. Du musst nichts erreichen.
Du musst nirgendwohin. Diese Zeit gehört nur dir.
Wenn es sich für dich gut anfühlt, schließe langsam deine Augen.
Atme tief durch die Nase ein …
… und langsam durch den Mund wieder aus.
Noch einmal.
Atme ein …
und aus.
Spüre, wie dein Körper mit jedem Atemzug ein wenig ruhiger wird. Lass deine Schultern sinken. Entspanne deinen Kiefer. Lass deine Hände einfach dort liegen, wo sie liegen möchten. Du musst gerade nichts festhalten. Stell dir nun vor, du stehst am Rand eines alten Waldes. Vor dir führt ein schmaler Weg zwischen hohen Bäumen hindurch. Der Boden unter deinen Füßen ist weich.
Du riechst feuchte Erde, Moos und Holz. Über dir bewegen sich die Zweige sanft im Wind. Du gehst langsam los. Schritt für Schritt. Mit jedem Schritt wird es stiller. Die Gedanken, die dich eben noch begleitet haben, dürfen hinter dir bleiben. Du musst sie nicht vertreiben. Lass sie einfach ziehen. Nach einiger Zeit öffnet sich der Wald. Und vor dir steht ein Baum. Größer als alle Bäume, die du zuvor gesehen hast. Sein Stamm ist mächtig und alt. Seine Äste reichen weit in den Himmel und seine gewaltigen Wurzeln verschwinden tief in der Erde.
Yggdrasil.
Der Weltenbaum.
Geh langsam auf ihn zu. Du musst nichts tun. Du musst nichts verstehen. Setze dich einfach zwischen seine mächtigen Wurzeln. Spüre den Boden unter dir. Spüre die Erde. Stell dir nun vor, dass aus deinen Füßen und deinem Körper feine Wurzeln wachsen. Sie gleiten langsam in die Erde. Tiefer … und tiefer. Vorbei an Steinen und Wurzeln. Durch dunkle, ruhige Erde. Bis du spürst:
Ich bin getragen.
Mit jedem Ausatmen darfst du nun etwas abgeben. Einen Gedanken. Eine Sorge. Eine Anspannung. Du musst ihr keinen Namen geben. Atme ein …
… und beim Ausatmen lass ein wenig davon durch deine Wurzeln in die Erde sinken. Noch einmal. Ein … und aus.
Die Erde verlangt keine Erklärung. Sie trägt. Und während du dort unter Yggdrasil sitzt, spürst du vielleicht, dass mit jedem Atemzug wieder Raum entsteht. Raum für Ruhe. Raum für Kraft. Raum für dich. Lege, wenn du möchtest, eine Hand auf dein Herz und die andere auf deinen Bauch. Spüre deinen Atem. Spüre deinen Körper. Spüre diesen einen Augenblick. Nicht gestern. Nicht morgen.
Jetzt.
Du bist verwurzelt. Aber du bist nicht festgehalten. Denn Yggdrasil erinnert uns daran: Wurzeln geben Halt …
und Äste dürfen trotzdem wachsen.
Bleibe noch einen Moment unter dem Baum. Vielleicht gibt es etwas, das du hierlassen möchtest. Vielleicht gibt es etwas, das du mitnehmen möchtest. Du musst keine Antwort suchen. Lass sie kommen, wenn sie kommen will. Dann löse langsam deine Wurzeln aus der Erde. Nicht hastig. Du verlierst ihre Kraft nicht. Du nimmst die Erinnerung an sie mit. Steh in deiner Vorstellung langsam auf. Lege für einen Augenblick deine Hand an den Stamm Yggdrasils. Und dann wende dich wieder dem Waldweg zu.
Geh zurück. Schritt für Schritt. Spüre langsam wieder den Raum um dich herum. Spüre den Boden unter deinem Körper. Deine Hände. Deine Füße. Deinen Atem. Atme noch einmal tief ein … und langsam wieder aus. Bewege vorsichtig deine Finger. Deine Zehen. Strecke dich, wenn dein Körper danach verlangt. Und wenn du bereit bist … öffne langsam deine Augen.
Willkommen zurück.
Deine Wurzeln sind noch da.

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